Loyalty· Praxisnotiz· 4. Jul 2026· 2 Min. Lesezeit

LiPo WM Cup: Fussballfieber in First-Party-Leads verwandeln

Jeder Händler will während eines grossen Turniers dasselbe: einen Teil der Aufmerksamkeit — und eine E-Mail-Adresse, um das Gespräch danach fortzusetzen. Der übliche Weg ist bezahlte Performance-Werbung: den Klick kaufen, den Lead kaufen, auf Conversion hoffen. Das funktioniert, aber die Leads sind kalt, die Kosten steigen mit der Nachfrage, und sobald die Kampagne stoppt, stoppt auch der Zufluss.

Für den Schweizer Möbelhändler LiPo haben wir das umgekehrte Instrument gebaut: ein kostenloses Tippspiel für das Fenster der Fussball-WM, das die E-Mail verdient, statt sie zu kaufen. Alle 104 Spiele tippen, ein paar Spezialwetten dazu — Weltmeister, Torschützenkönig, Überraschungsteam — und sechs Wochen lang den eigenen Rang verfolgen. Der Fussball sorgt für das Engagement; das Produkt sorgt für die Erfassung.

Zuerst tippen, dann registrieren

Die Mechanik ist bewusst vorne mit Spass beladen und hinten leicht in der Reibung. Eine Besucherin kann ihren ersten Tipp abgeben, bevor sie irgendetwas preisgibt. Erst danach macht ein passwortloser Magic Link aus dem anonymen Tipp einen bekannten Kontakt — kein Passwort zu erfinden, kein Formular zum Abbrechen.

Ein Tipp wird auf dem Smartphone abgegeben
Zuerst tippen, dann registrieren: Der erste Tipp kommt vor jedem Anmeldeformular.

Das Newsletter-Opt-in ist eine separate, ausdrückliche Entscheidung — ein DSG-konformes Double-Opt-in, nie in den Spielakt eingebunden. Das zählt gleich doppelt. Rechtlich hält es die Einwilligung sauber und belastbar. Kommerziell ist eine Adresse, die per Double-Opt-in bestätigt wird, nachdem jemand sich fürs Spielen entschieden hat, weit mehr wert als ein in Eile gesetztes Häkchen.

Hinter dem Spiel laufen eine automatisierte Scoring-Engine, tägliche Preisverlosungen und eine Live-Rangliste — die Schleife, die Spielerinnen und Spieler Tag für Tag zurückbringt statt nur einmal.

Die virale Schleife, fest eingebaut

Tippspiele sind von Natur aus sozial, also haben wir das Teilen strukturell verankert statt nachträglich angehängt. Nutzerinnen und Nutzer eröffnen Mini-Ligen und fordern Freunde und Kolleginnen per Share-Link heraus. Jede Einladung zieht eine neue Person in denselben Trichter — zuerst tippen, dann Opt-in. Reichweite, die sich verstärkt, ohne dass die Werbeausgaben mitwachsen.

Freunde in einer Mini-Liga
Mini-Ligen machen aus jeder Person einen Kanal: ein Share-Link, mehr Mitspielende im Trichter.
VIP-Stadionpreis
Tägliche Gutschein-Verlosungen halten die Serie am Leben; ein VIP-Stadionerlebnis krönt den ganzen Lauf.

Was das LiPo-Marketing wirklich sieht

Nichts davon ist viel wert, wenn das Unternehmen es nicht messen kann. Ein passwortgeschütztes Dashboard verfolgt den Trichter durchgängig — Gestartet, E-Mail, Double-Opt-in, Erster Tipp — und exportiert verifizierte Kontakte als CSV direkt in das CRM von LiPo. Das Marketing sieht nahezu in Echtzeit, wo Mitspielende abspringen und wo sie konvertieren.

Der strategische Fall ist einfach. Eine sechswöchige emotionale Engagement-Schleife erzeugt verifizierte, kaufbereite First-Party-Opt-ins zu besseren Kosten und in besserer Qualität als kalte Performance-Werbung — und weil das Spiel kostenlos ist, braucht es in der Schweiz keine Glücksspiellizenz. Compliance-first per Design, nicht per Flicken.

Kauf die Aufmerksamkeit, und sie geht mit dem Budget. Verdien sie durch ein Spiel, das die Leute wirklich spielen wollen, und das Opt-in bleibt.

Aus einer Schlagzeile ein System machen?

Genau das tun wir — konform, in der Schweiz gehostet, auditfähig.

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