Pakistan lebt mit einigen der sich am schnellsten bewegenden Umweltgefahren der Welt: katastrophale Indus-Fluten, der schlimmste urbane Smog weltweit, extreme Hitze und häufige Erdbeben. Allein die Fluten von 2022 betrafen zig Millionen Menschen. Und doch ist die offene Datenlage, um all das an einem Ort zu sehen, dünn — kein nationales Datenportal, Behörden, die PDFs statt APIs veröffentlichen, Quellen verstreut über ein Dutzend Institutionen.
Für einen privaten Kunden haben wir das fehlende Bild gebaut: eine einzige, live, kartenbasierte Engine, mit der man einfach sprechen kann.
Eine Karte, viele vertrauenswürdige Quellen, ein Fragefeld
Ask Pakistan ist eine Chat-und-Karten-Oberfläche mit Fokus auf das Land. Unter einer Satellitenkarte mit optionalem 3D-Gelände ist jede Gefahr ein eigener Connector zu einer öffentlichen, autoritativen Quelle — jede Ebene trägt Herkunft und Lizenz mit sich:
- Multi-Gefahren-Überwachung (GDACS), gefiltert auf Pakistan — Fluten, Zyklone, Erdbeben, Dürre.
- Abfluss-Prognosen der Flüsse (GloFAS / Copernicus) an den Pegeln des Indus-Beckens, gegen das saisonale Mittel.
- Luftqualität (Open-Meteo / CAMS) über die grossen Städte — mit dem Lahore-Smog im Zentrum.
- Erdbeben (USGS) über Pakistan und den Hindukusch, Hitzerisiko, aktive Brände und Feldverbrennung, dazu World Bank-Landesindikatoren.
Man klickt sich nicht durch Menüs, um sie zu finden. Man fragt — «wo ist das Flutrisiko diese Woche am höchsten?» — und ein verankerter Assistent antwortet aus genau diesen Datenquellen und bewegt die Karte für einen.
Gebaut, um ehrlich und einsatzfähig zu sein
Zwei Designentscheidungen zählen am meisten. Erstens Zero-Key-first: Karte und jedes Datenpanel funktionieren ganz ohne API-Keys; optionale Keys schalten Zusatzfunktionen frei und fallen sauber zurück, sodass das Ganze überall läuft. Zweitens Zurückhaltung bei umstrittenen Gebieten: Grenzen entlang der Line of Control, in Kaschmir und Gilgit-Baltistan werden als ungefähr und umstritten dargestellt — die Engine erhebt keinen Souveränitätsanspruch. In einer politisch sensiblen Region ist diese Neutralität ein Feature, kein Versäumnis.
Ein geführter Showcase-Modus — filmische Flüge, ein 3D-Orbit über den Karakorum, ein Vorher-Nachher-Schieber der Flut von 2022 — macht aus derselben Engine etwas, das auch eine Laiin in neunzig Sekunden erfasst.
Dieselbe Engine, überall
Dies ist eine Instanz von Operals Geo-Engine-Linie — dasselbe Open-Data-Muster wie hinter unserer Schweizer Waldanalyse und den Weinberg-Microsites, gerichtet auf eine neue Geografie und neue Gefahren. Überall dort, wo öffentliche Erdbeobachtungsdaten existieren, können wir eine verankerte, dialogfähige Karte darüberlegen.
Die Daten waren immer da. Was fehlte, war ein Weg, sie zu fragen, was gerade passiert — jetzt.